Donnerstag, 09.07.2020

Mein Fahrradweg der Woche: Spichernstr/Bundesallee/Hohenzollerndamm

openstreetmap_spichernstr

Mein Fahrradweg der Woche ist die Kreuzung Spichernstraße / Bundesallee / Hohenzollerndamm und ist gerade noch in Arbeit.

Ich bin an dieser Kreuzung aufgewachsen und habe die meiste Zeit meines Lebens weniger als 3 km entfernt gewohnt. Ich bin zeitweise täglich mit dem Fahrrad über diese Kreuzung gefahren oder zu Fuß zur UBahn gegangen. Die Straßenführung hat sich nur wenig geändert, die Ampelschaltung gefühlt nie, deswegen kann ich mit großer Sicherheit sagen, wann man in welcher Richtung die Fußgängerampel bei "rot" queren könnte.

Bisher war die Radverkehrsführung sehr "schlicht", teilweise nicht vorhanden. Deswegen konnte man auf die Idee kommen, Radwege in falscher Richtung zu befahren und sich seinen Weg zu suchen. Jetzt nicht mehr!

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Donnerstag, 02.07.2020

Mein Fahrradweg der Woche: Fahrradquerung der A40, DK

openstreetmap A40 DK

Mein Fahrradweg der Woche ist mal wieder nicht in Deutschand, sondern in Dänemark. Ganz im Norden ist Dänemark so schmal, dass man von erhöhten Punkten aus die Nordsee und Ostsee gleichzeitig sehen kann. Nach Skagen, dem nördlichsten Ort in Dänemark, führt nur eine Hauptstraße, die A40, vergleichbar mit einer deutschen Bundesstraße, Höchstgeschwindigkeit ist 80km/h, an Kreuzungen immerhin noch 70km/h. Und trotzdem führt eine zwei-Richtungs-Radweg ohne weitere Umstände einfach über die Straße.

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Donnerstag, 18.06.2020

Mein Fahrradweg der Woche: Spandau Bahnhof

openstreetmap spandau

Mein Fahrradweg der Woche ist in Spandau (bei Berlin). Da gibt es sehr gutes Eis und einen Fahrradweg mit einer Markierung, die auf ein Problem hinweist, was Fahrradfahrer*innen gerne mal ignorieren: ÖPNV Fahrgäste queren den Fahrradweg, der Radverkehr hält nicht an.

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Donnerstag, 11.06.2020

Mein Fahrradweg der Woche: Blindenleitsysteme

greifswaldmarkt

Mein Fahrradweg der Woche ist kein Fahrradweg und nicht in Berlin, sondern ein Blindenleitsystem in Greifswald.

Barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes muss vielen verschiedenen Ansprüchen genügen und manchmal überschneiden sich die Anforderungen. Das Blindenleitsystem in Greifswald hat mich mal wieder daran erinnert, wie schwierig es ist, den öffentlichen Raum für alle nutzbar zu gestalten.

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Donnerstag, 04.06.2020

Mein Fahrradweg der Woche: Dennewitzplatz

openstreetmap dennewitzplatz

Mein Fahrradweg der Woche ist der ZWei-Wege-Radweg am Dennewitzplatz. Der Radweg an der östliche Seite des Dennewitzplatzes ist Teil einer Fahrradnebenroute, die in west-östlicher Richtung durch Schöneberg-Nord verläuft. Der Radweg am Dennewitzplatz war schon immer sehr umstritten und wird trotzdem viel genutzt.

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Donnerstag, 28.05.2020

Mein Fahrradweg der Woche: Hertha-Block-Promenade

openstreetmap hblockpromenade

Mein Fahrradweg der Woche ist die Hertha-Block-Promenade, führt durch den Naumann Gewerbepark und erschliesst damit ein grosses Gebiet für den Fahrradverkehr.

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Donnerstag, 21.05.2020

Mein Fahrradweg der Woche: Dudenstraße

openstreetmap Dudenstraße

Mein Fahrradweg der Woche ist in der Dudenstraße und war Teil eines Versuchs zur Lärmminderung.

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Montag, 10.07.2017

Radbahn

Die Idee, unter der U1 einen Radweg einzurichten, ist bestechend. Als Ingenieurin frag ich mich natürlich sofort nach der Umsetzung und hab den Blick auf den Zwangspunkten: Kreuzungen, Zugänge UBahnhöfe etc. Die Initiative Radbahn hat jetzt eine Webseite veröffentlicht, wo der Entwurf detailliert wird.
Leider sind die vorgeschlagenen Entwürfe nicht mit Maßangaben versehen, deswegen ist es schwer abzuschätzen, ob der Platz immer reicht. Ziel ist ein Radweg, auf dem zwei Radfahrende sich überholen können und das im gegenläufigen Verkehr, also zwei Spuren. Der Radweg soll baulich von motorisierten Verkehr abgesichert sein. Insgesamt wird dafür ein Radweg mit ca. 3-5m Breite benötigt (Genaue Breitenangaben findet man in der ERA2010 und der VwV-StVO). Östlich vom Görlitzer Bahnhof soll der Radweg neben dem Viadukt geführt werden, hier erscheint mir die erforderliche Breite nicht gegeben.

An Kreuzungen soll der Radweg mittig geführt werden, kreuzt also in zwei Richtungen den motorisierten Verkehr, den Fahrradverkehr und mehrfach den Fußweg mit den verschiedenen Fußgängerströmen. Ganz extrem ist das am Kotti, gefühlt kreuzt die Radbahn alle zwei Meter einen anderen Mobilitätsteilnehmer, z.B. an UBahneingängen, Fußgängerüberwegen, sog. lokale Fahrradwege, motorisierter Verkehr. Das funktioniert nicht ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. Ampeln.
Besonders gefährlich erscheint mir die vorgeschlagene Führung auf der Kreuzberger Auffahrt zur Oberbaumbrücke. Hier wird der östliche motorisierte Verkehr in einer Kurve zwischen den Trägern des Viadukt hindurchgeführt, s. Bild. Die Radbahn soll nördlich des Viadukts geführt werden und an dieser Stelle den östlich verlaufenden Verkehr kreuzen. Ich halte das für gefährlich, Radfahrer/innen können dort leicht übersehen werden, zumal wenn sie aus zwei Richtungen kommen.

Mir gefällt der Gedanke, mit dem Lastenrad Hub am Halleschen Tor. Lieferverkehr in der Innenstadt ist ein Thema, was Veränderungen braucht. Allerdings hat die Idee mit einem kombinierten Schwimmbad / Verladebahnhof mehrere Haken. Zum einen wird der Landwehrkanal von der „Weißen Flotte“ genutzt. Lieferverkehr muss damit abgestimmt werden, da die Schiffe sich nicht begegnen können. Zum anderen hat der Landwehrkanal einen begrenzten Querschnitt. Jedes größere Schiff erzeugt vor und nach dem Schiff einen sehr starken Sog, der für Schwimmer/innen und Wassersportler/innen lebensgefährlich ist. Wir können an der Stelle entweder ein Schwimmbad haben oder eine gewerbliche Nutzung. Ich bin eher für die gewerbliche Nutzung, wenn ich mir den Landwehrkanal an der Stelle ansehe, verspüre ich nicht das dringende Bedürfnis, dort ins Wasser zu springen.

An mehreren Stellen nutzt die Radbahn Flächen, die im Moment vom Autoverkehr genutzt werden. Das wird sich in Zukunft nicht vermeiden lassen und ist auch nötig, wenn wir ein neues Gleichgewicht zwischen allen Verkehrsteilnehmern herstellen wollen. Dafür ist es auch notwendig, den ÖPNV und Lieferverkehr nicht zu behindern. Das sehe ich nicht in dem Radbahn Konzept, es konzentriert sich sehr auf den Fahrradverkehr. Ich bin mehr für ein Gesamtkonzept für alle Mobilitätsteilnehmer.

Montag, 03.07.2017

Radschnellwege

Radschnellwege find ich gut! Baulich abgetrennt, so dass kein Auto dort parken kann, find ich noch besser! Ich hab gerade ein Beispiel gesehen, wie sowas aussehen kann und was es für Vor- und Nachteile hat.

London, Eastend, zwischen Shadwell und Limehouse. Die Nebenstraßen sind schmal, keine Parkplätze, maximal zwei Spurbreiten. Es wurde ein System von Einbahnstraßen eingeführt und in einer Straße eine Spurbreite für einen erhöhten, gegenläufigen Fahrradweg umgebaut. Da der Radweg über Nebenstraßen führt, gibt es wenige Ampeln. Zwischen Fußweg und Fahrradweg ist die 3cm Kante für die Blindenleitführung.

Anm.: Auf einer durchgehend ebenen Fläche können seheingeschränkte Menschen mit Stock nicht erkennen, wo Fuß-, Radweg oder Autostraße ist.

Der Radweg ist geneigt, um zur Autospur einen entsprechend hohen Bordstein zu haben. Vom Fussweg senkt sich die Fläche um besgate 3cm ab und steigt dann in einem Quergefälle auf Bordsteinhöhe, ca. 15-20cm wieder an. In Kurven kann das sicherlich etwas unangenehm sein, da möchte man ja gerne eine Neigung in die andere Richtung haben.
An einigen Stellen ist der Fahrradweg mit beweglichen Pollern abgegrenzt, diese Kurve z.B. würde sonst sicherlich stark angeschnitten.

Es gibt einige Nachteile in der Ausführung:

Bei einmündenden Straßen ist der Bordstein des Fahrradweges abgesenkt, aber so gering, dass sich für Radfahrer/innen eine sehr enge Kurve ergibt. Da der Radweg sehr stark frequentiert ist, ist es fast unmöglich, über diese engen Absenkungen einzumünden.

Dasselbe ergibt sich bei einem Wechsel der Straßenseiten, der Wechsel ist im 45° Winkel angelegt, ich hab keine/n Fahrradfahrer/in die Kurve nutzen sehen, alle haben in Luftlinie gewechselt.

So kann das also aussehen, mit den Radschnellwegen.

Mittwoch, 28.06.2017

Funicular

Was ist ein Funicular? Ein Funicular besteht aus einem sehr lange Seil, einem Umlaufrad, zwei Personenkabinen und einem Schienenweg mit einer Begegnungsweiche. Die eine Personenkabine ist oben am Berg, die andere unten. Wenn die Bremsen gelöst werden, fährt die obere aufgrund der Schwerkraft nach unten und zieht über das Seil auf der Umlenkrolle die andere nach oben. Natürlich gibt es noch eine Motorunterstützung, die aber deutlich geringer ist.

Auf der Hälfte der Strecke begegnen sich die Kabinen, damit sie nicht zusammenstoßen, ist der Schienenweg an dieser Stelle zweispurig. Die eine Kabine fährt immer rechts, die andere immer links, weil sich das Verbindungsseil nicht überschneidet.

Funiculare findet mal an sehr steilen Berghängen, in Zürich und in Istanbul sind Teilstrecken des ÖPNV mit Funicularen ausgebaut. In Aviemore, Schottland, kann man zu einer sehr imposanten Bergaussicht fahren.

 

Montag, 08.05.2017

Vorgezogene Haltestreifen für Radfahrer!

Es gibt eine Vergehen gegen die StVo, die ich regelmäßig begehe: Ich fahre an der Ampel über die durchgezogene Haltelinie vor die Autos. Ich mache das aus einem einfach Grund: Ich habe Angst, sonst nicht gesehen zu werden.

Wir haben in Berlin die für Fahrradfahrer vorgezogene Haltestreifen, aber nur in der Breite des Fahrradweges. In Holland in den 1980er habe ich zum ersten Mal eine Haltestreifen gesehen, der über die gesamte Fahrbreite in etwas mehr als eine Fahrradlänge. Mittlerweile habe ich das in London gesehen, in Manchester, in Glasgow, in Zaandstad (bei Amsterdam), in Vancouver usw. In Berlin wüsste ich eine Stelle, wo es die Sicherheit der Fahrradfahrer/innen deutlich erhöhen würde: Prinzregenten / Wexstraße. Durch die Prinzregentenstraße führt eine Fahrradnebenroute, die von sehr vielen Fahrradfahrer/innen genutzt wird. An der Ampel Wexstraße ist die Spurbreite gering, es gibt nicht genug Platz für einen Radstreifen. Die PKW wollen normalerweise nach allen Seiten weiterfahren und mittendrin die Fahrradfahrer/innen. Ein Aufstellstreifen vor den PKW würde die Situation entspannen. Es würden dann noch weniger Autos über die Kreuzung kommen, aber weniger Fahrradfahrer/innen gefährdet.